To do Listen

to do listenTo do Listen – Manche Menschen haben wirklich Listen für jede Angelegenheit. Eine Einkaufsliste, um keine Lebensmittel zu vergessen; eine To-do-Liste mit den alltäglichen Aufgaben; eine Putz-Liste für die Woche…

Listen erstellen und – ganz besonders – Aufgaben abhaken hat etwas Zufriedenstellendes. So zufriedenstellend, dass unser Gehirn kaum genug von der Einfachheit, die dahinter steckt, bekommen kann.

Das Gehirn beschäftigt sich ununterbrochen mit unerledigten Aufgaben. Was wir allerdings bereits erledigt haben, verschwindet aus unserem bewussten Gedächtnis. Dieses Phänomen ist unter dem Begriff “der Zeigarnik-Effekt”, benannt nach der gleichnamigen Psychologien, bekannt. Basiert auf diesen Erkenntnissen forschten amerikanische Psychologen weiter und fanden heraus: Unerledigte Dinge bleiben bis zu 90% bewusster im Gedächtnis. Das Verschriftlichen einer Aufgabe hat den gleichen Effekt wie die Erledigung dieser.

Auch auf unseren Schlaf wirkt sich das Erstellen von Listen positiv aus. Wer vor dem Schlafen eine Liste mit den Aufgaben für den nächsten Tag anfertigt, der schläft besser. Das fand zumindest der amerikanische Psychologe Michael Scullin in einer Studie raus. Je genauer die Punkte auf der Liste gestaltet werden, desto mehr Stress wird bei der Anfertigung der To-do-Liste abgebaut. Der Hintergrund dieser Tatsache: Was auf dem Papier oder digital auf einer Liste landet “verschwindet” aus dem Kopf und erleichtert diesen – unser Gehirn löst sich von diesem Gedanken.

Wer seine To do Listen systematisch verbessern möchte, sollte die SMART-Methode anwenden. Hierbei sollen die Listen-Ziele Spezifisch, Messbar, Attraktiv, Realistisch und Terminiert sein. Diese Methode sprengt natürlich den Rahmen einer “alltäglichen” Liste, kann und soll aber zusätzlich motivieren. Auch in einer abgeschwächten Form sind konkretere Ziele und Punkte effektiver für die Erreichung der Ziele.

Fazit: Die banale Auflistung von Aufgaben als Selbstorganisation ist für unser Gehirn eine kleiner Erholungsurlaub. Wer seinem Gehirn eine Auszeit geben möchte, der fertigt einfach eine simple To do Liste an.

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