Richtig bewerben

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6 einfache Tipps, die Ihre Bewerbung zum Erfolg bringen

100 Bewerber

10 Bewerbungen

1 Stelle

Dies ist ein Beispiel dafür, wie hoch die Konkurrenz durchschnittlich auf eine Stelle sein kann. Auf attraktive Stellenausschreibungen können sich auch mehrere hunderte Kandidaten bewerben.

Es ist jedoch nicht immer ersichtlich, wie hoch die Konkurrenz auf eine Stelle wirklich ist.

Ihr Glück: Von diesen hundert Bewerbern machen viele einfache Fehler, die sie die einmalige Gelegenheit auf die perfekte Stelle kosten können. Damit sind nicht nur einfache Fehler wie Rechtschreibung und Grammatik gemeint.

Damit Sie sich von diesen Bewerbern abheben, haben wir 6 einfache Tipps, mit denen Sie Ihre Bewerbung optimieren können.

Zwei Möglichkeiten, die eigene Bewerbung erfolgreicher zu machen:

1. Die Bewerbungsunterlagen optimieren
2. Die richtige Bewerbungsstrategie finden

Ihre Bewerbung ist nicht nur ein paar Seiten Unterlagen, sondern auch Ihre Strategie, um an eine ideale Stelle zu kommen und sich beruflich weiterzuentwickeln.

Dazu gehört auch fleißiges Netzwerken, Kontakte knüpfen und Präsenz zeigen.

Richtig bewerben sky Personal Personalvermittlung
1.1 Überzeugen von Ihren Fähigkeiten

Es kann sein, dass Ihnen einige Qualifikationen aus dem Stellenprofil fehlen. Deshalb sollten Sie jedoch nicht die Flinte ins Korn werfen.

Ein schneller Fehler ist es, sich selbst schlechter darzustellen oder Eingeständnisse zu machen.

Beispiel: „Ich verfüge leider nicht über Englisch Kenntnisse , aber (…)“

Das sollten Bewerber auf jeden Fall unterlassen!

Richtig bewerben Sie sich, wenn Sie stattdessen die Fähigkeiten, die Sie für diesen Job qualifizieren, positiv herausstellen.
Passend dazu darf Ihre Motivation nicht fehlen – denn diese zeigt dem Personaler, dass Sie bereit sind für diesen Job noch etwas dazuzulernen. Ihre Lernfähigkeit können Sie anhand Ihrer bisherigen Erfahrung unter Beweis stellen.

1.2 Ihre Motivation ist der Schlüssel zum Erfolg

Stellen Sie sich vor, Sie sind Leiter eines Unternehmens. Sie suchen Mitarbeiter, die es wirklich verstehen, die Firma voran zu bringen, die mit Herz und Seele bei der Sache sind und die sich mit der Geschäftsidee identifizieren können. Mit solchen Mitarbeitern macht es Freude, ein Geschäft zu leiten.

Ihnen werden 2 Bewerber vorgestellt:

QUALIFIZIERT+UNMOTIVIERT 

HOCH MOTIVIERT+WENIGER QUALIFIZIERT 

Mitarbeiter, die genervt zur Arbeit gehen, den Tag verstreichen lassen und eigentlich nur kommen, weil sie das Geld brauchen, bringen Sie nicht weiter.
Obwohl der zweite Kandidat weniger qualifiziert ist, bringt er mehr Energie und Motivation mit. Er hat mehr Potenzial, denn langfristig kann er in Bezug auf die Qualifikationen aufholen und für Innovationen im Unternehmen sorgen.
Daher können Sie sich nur dann richtig bewerben, wenn Sie einen Bezug zum Unternehmen herstellen können und dabei Ihre Motivation in genau DIESER Firma zu arbeiten darlegen.

Dafür müssen Sie im Anschreiben folgende Frage beantworten:

Warum möchte ich mich bei diesem Unternehmen bewerben?

Liegt das am Image? An der Internationalität? Am Engagement der Firma für Flüchtlingskinder? Oder handelt es sich um eine einmalige Stellenausschreibung mit einzigartigen Aufgaben?

Bewerber machen oft den Fehler und versenden Standardschreiben an viele potenzielle Arbeitgeber. Mit einer solchen Bewerbung kommt man meistens jedoch nicht weit. Wenn Sie die Stelle wirklich wollen, dann sollten Sie diese Motivation auch richtig hervorheben.

1.3 Übersicht ist das A und O

Sie sind also hoch motiviert und haben Ihre Fähigkeiten geschickt hervorgehoben. Dennoch gibt es ein Problem:

Der Personaler überliest Ihre wichtigsten Qualifikationen.
Er ist gelangweilt und legt die Bewerbung beiseite.

Was Sie an dieser Stelle zum einen verbessern müssen, ist das Layout Ihrer Bewerbung (vor allem das des Lebenslaufes), um für mehr Übersicht zu sorgen.
Der Personalverantwortliche muss sofort erkennen können, was die Schlüsselqualifikationen des Bewerbers sind.
Wenn Sie ein gutes, knackiges Anschreiben formuliert haben, sollte sich der Personaler normalerweise nicht langweilen und weiterlesen. Bewerber müssen jedoch bedenken, dass der Verantwortliche durchaus 100 Mappen vor sich liegen haben könnte und ihm irgendwann die Konzentration fehlt.

Was können Sie dagegen tun?

Sie können es sich zunutze machen, dass wir Menschen stärker auf Bilder und visuelle Medien reagieren, als auf Text.

Schlau eingesetzte Designelemente können den Personaler an dieser Stelle visuell ansprechen, sodass er es einfacher hat, sich Ihr Profil zu merken. Dazu gehören farblich hervorgehobene Bulletpoints, oder ein ansprechendes Deckblatt. Hierbei spielt auch die Auswahl Ihres Bewerbungsfotos eine große Rolle.

2.1 Ohne Ihren Einsatz kommen Sie nicht weit

Ein Personalverantwortlicher hat nicht viel Zeit, um herauszufinden, welcher Bewerber der richtige für die Stelle ist. Er muss in kürzester Zeit feststellen, ob der Kandidat tatsächlich geeignet ist, oder ob es sich um einen Trickser handelt, der systematisch seinen Lebenslauf aufbläht und Engagement nur vortäuscht.

Er braucht dafür gewisse Sicherheiten. Wenn er merkt, dass ein Bewerber viel in das Bewerben investiert hat , kann er daran auch die Motivation und Authentizität der Person belegen.

Ihr Einsatz müsste dabei normalerweise höher sein als das, was Ihnen die Stelle rein vom Gehalt her Wert ist. Erst daran könnte ein Personaler zu 100% erkennen, dass Sie nicht nur auf das Gehalt schauen, sondern darüber hinaus auch gerne Teil des Unternehmens werden möchten.

Natürlich müssen Sie deshalb keine Parade für 2000 € veranstalten; solange der Personaler ein überdurchschnittliches Engagement erkennt, können Sie Pluspunkte sammeln.

Genau deshalb braucht eine richtig gute Bewerbung Ihren vollen Einsatz.
Die größte Investition in Ihre Bewerbung ist dabei Ihre Zeit und Ihr Geld.

Der Bewerber braucht Zeit für die Selbstanalyse, die Analyse des Unternehmens sowie die Auswahl der Unterlagen. Dann folgt erstmal die Investition in ein richtig gutes Anschreiben und einen gelungenen Lebenslauf. Außerdem sollten alle Unterlagen auf das Unternehmen zugeschnitten werden.

Den geringsten Aufwand haben Sie bei der Bewerbung, wenn sie sich das nächstbeste Muster aus dem Internet kopiert haben und nur Ihren Namen einfügen. Damit haben Sie jedoch auch den geringsten Erfolg, denn solche Bewerbungen kennen Personaler zu genüge. Unter 100 Kandidaten können Sie damit keinen bleibenden Eindruck vermitteln.
Geld investieren Sie vor allem in ein gutes Bewerbungsfoto, in eine hochwertige Mappe und vielleicht in einen neuen Anzug (für das Vorstellungsgespräch und das Foto).

2.2 Gekonnt Netzwerken

Sich zu bewerben kann mehr sein, als auf eine Stellenausschreibung hin Unterlagen postalisch zu versenden.

Unter 100 Bewerbern aufzufallen und in Erinnerung zu bleiben ist nicht einfach. Hier zahlt es sich für den Kandidaten aus, dran zu bleiben und sich richtig zu bewerben. Diese Bewerbung ist nicht nur eine von vielen, die Sie kopiert und an 40 Firmen versendet haben, sie ist einmalig!

Damit auch Ihr Wunscharbeitgeber das merkt, sollten Sie eine Beziehung zu ihm aufbauen. Machen Sie sich nicht nur schriftlich, sondern auch verbal und möglichst auch visuell bemerkbar.

Wie können Sie das erreichen?

Der Trend geht in Richtung multimediale Präsenz. Das heißt, dass Sie sich zum einen ständig und zum anderen über bestimmte Medien den Unternehmen präsentieren.

Eine der einfachsten Methoden ist dabei die Erstellung eines Bewerbungsvideos. In einem kurzen Video können Sie sich selbst vorstellen und Ihren Werdegang prägnant zusammenfassen. Wir empfehlen allerdings dazu komplette Bewerbungsunterlagen bereit zu halten.

Wenn Sie die Bewerbungstrends für 2019 verfolgt haben, werden Sie außerdem feststellen, dass der neue Trend „sich finden lassen“ heißt. Das bedeutet, dass Sie sich nicht nur aktiv, sondern auch passiv bewerben sollten.

Die einfachste Möglichkeit bieten dabei Businessnetzwerk Profile wie z. B. die von Xing. Dort können Sie nicht nur Ihre Fähigkeiten anpreisen, sondern auch Kontakte knüpfen.

Etwas aufwändiger ist die Erstellung einer eigenen Homepage, die sich auch nicht für alle Berufsgruppen lohnt.

Beziehung zum Unternehmen aufbauen

Das Mindeste, was Bewerber tun sollten, ist telefonisch Kontakt mit dem Personaler aufnehmen. Damit geben Sie dem Verantwortlichen eine Hilfestellung:

a) sie besser kennenzulernen
b) sich in Erinnerung zu behalten

Das große Plus:
Sie können außerdem Informationen sammeln, die Sie in Ihrem Bewerbungsschreiben verwenden können.
Es ist zum Beispiel möglich Näheres zur Firma, zu den Aufgaben oder zum Profil zu erfragen. Auch Fragen zum Bewerbungsablauf sind anzuraten.

Beispielsweise, wann ungefähr mit Antwort auf die Unterlagen zu rechnen ist und für welchen Zeitraum ein mögliches Vorstellungsgespräch geplant ist.

Zu dieser Beziehung gehört es auch, bei der Onlinebewerbung möglichst schnell auf E-Mail Antworten zu reagieren und sei es nur, um sich seinerseits für eine schnelle Bearbeitung zu bedanken.

2.3 Das Potenzial Ihrer Unterlagen richtig nutzen

Eine Bewerbungsmappe kann mehr sein als Anschreiben, Lebenslauf und Zeugnisse. Sicherlich wissen Sie, dass man seine Bewerbung auch mit verschiedenen anderen Unterlagen unterstützen kann, beispielsweise einem Motivationsschreiben.

Manche Bewerber machen allerdings den Fehler und wählen wahllos Unterlagen aus, die sie eigentlich nicht brauchen und vergessen sich dabei zu fragen, welchen Wert das Dokument für den Personaler hat.

Ein Motivationsschreiben hilft Ihnen beispielsweise nicht, wenn Sie alles bereits im Anschreiben sagen konnten. Findet der Personaler nur Wiederholungen aus Anschreiben und Lebenslauf, liefert das Motivationsschreiben keinen Mehrwert und schadet dem Bewerber unter Umständen.

Andere Bewerber vermeiden den Aufwand und machen sich keine Gedanken darüber, welche Unterlagen noch sinnvoll wären. Dabei verpassen sie wertvolle Chancen auf ein Vorstellungsgespräch.

Sie sollten sich also Ihr Bewerberprofil genau ansehen und dann entscheiden, welche Elemente Ihrer Bewerbung einen Mehrwert haben. Bei langen oder „ungeraden“ Lebensläufen empfiehlt sich beispielsweise ein Kurzprofil, in welchem der Kandidat seine Fähigkeiten übersichtlich darstellen kann.

Das absolute K.O.-Kriterium

Sie machen nicht dass, was das Unternehmen von Ihnen verlangt.

Die einfachste Sache überhaupt ist es, die Anweisungen aus der Stellenanzeige zu verstehen und umzusetzen. Leider ärgern sich Personaler immer wieder mit Kandidaten herum, die die Stellenausschreibung offensichtlich nicht richtig gelesen haben.

Als Beispiel: In der Ausschreibung steht deutlich, dass die Bewerbung nicht postalisch versendet werden soll, sondern per E-Mail oder über das Online-Formular der Unternehmenswebsite.

Trotzdem erreichen den Arbeitgeber immer wieder Bewerbungsschreiben per Post.

Sie sollten Ihren gesunden Menschenverstand auf volle Leistung stellen und alle wichtigen Anmerkungen aus der Stellenausschreibung aufschreiben:

  • Hinweise darauf, dass der Arbeitgeber vor der Bewerbung idealerweise einen Anruf erhalten möchte. Z.B.: „Bewerben Sie sich bitte telefonisch unter(…)“ oder „Fragen richten Sie bitte telefonisch an…“
  • Ansprechperson (!)
  • Erforderliche Unterlagen
  • Anforderungen
  • Ab wann ist die Stelle zu besetzen?
  • Art der Bewerbung (z.B. Kurzbewerbung oder vollständige Unterlagen)?
  • Art der Übermittlung (postalisch oder elektronisch)?
  • Bewerbungsfrist (!)

Im Zweifel sollten Sie anrufen und nachfragen. Richtig bewerben heißt, an dieser Stelle kein unnötiges Risiko einzugehen. Besonders bei einer Initiativbewerbung müssen Sie diese Informationen erst erfragen, da es keine Stellenausschreibung gibt.

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