Psych4Nurses

Psychotherapeutische Telefonhilfe

psych4nurses

Die Coronakrise geht an niemandem spurlos vorbei. Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit und Existenzängste sind dabei nur ein Ausschnitt an Sorgen der Bevölkerung. Somit ist es kein Wunder, dass diese Sorgen sich negativ auf das psychische Wohlbefinden auswirken. Eine Gruppe, die es besonders schwer trifft, sind Pflegekräfte. Es folgt eine Zusammenfassung der Umfrage des Neuropsychiatrischen Zentrums Hamburg (in Kooperation mit pflegen-online).

Gegenstand & Ergebnisse der Umfrage

Zwischen Mai und Juni 2020 nahmen 463 Pflegekräfte online an der Umfrage teil. Diese Zahl ist als eine hohe Teilnehmerzahl einzustufen, denn es handelte sich um eine freiwillige Umfrage. Die Motive für die Teilnahme scheinen demnach persönlich zu sein.

Fast die Hälfte der Teilnehmer (47%) spürt starke Veränderungen im Arbeitsalltag. Besonders das Arbeiten mit zusätzlicher Schutzbekleidung belastet 50% der Befragten sehr. Dazu kommt noch die mäßige Bereitstellung von angemessener Schutzbekleidung für Pflegekräfte.

Diese Belastungen werden allerdings nicht mit nötigen Maßnahmen unterstützt. Nur knapp 15% fühlen sich von Präventionsmaßnahmen unterstützt – eindeutig zu wenig.

Kostenlose Hilfe

Der Deutsche Berufsverband für Pflegeberufe DBfK und die Bundespsychotherapeutenkammer BPtK haben sich zusammengeschlossen, um kostenlos unterstützende Maßnahmen einzuleiten. Die Telefonhilfe “psych4nurses” wurde für beruflich Pflegende entwickelt, die während der Coronakrise eine hohe psychische Belastung erfahren. Hier können Pflegekräfte 30 Minuten die Hilfe und Unterstützung eines ausgebildeten Therapeuten in Anspruch nehmen.

In nur wenigen Schritten können auch Sie diese Hilfe bekommen:

  1. zuerst wählen Sie aus, ob Sie telefonische Unterstützung von einem für Sie regionalen Therapeuten wünschen oder nicht. Diese Auswahl kann für eine spätere Therapie bedeutsam sein. Zusätzlich können Sie auch das Geschlecht des Therapeuten auswählen.
  2. Bei der Terminauswahl können Sie ein beliebiges Datum und die Uhrzeit auswählen. Die Termine sind meist auf den späten Nachmittag und frühen Abend gelegt. Die Anzahl der möglichen Termine verringert sich allerdings durch die Spezifikation der vorherigen Auswahl.
  3. Nun müssen Sie nur noch Ihre Kontaktdaten für einen Rückruf hinterlegen. Bei Ihrem Namen kann es auch gerne ein Pseudonym o.Ä. sein, um anonym Kontakt aufzunehmen. Ihre Auswahl und Daten prüfen Sie im Anschluss und fertig – ein Psychotherapeut wird sich zum vereinbartem Termin melden.

 

 

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