Pflegebonus während der Coronakrise

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Seit Beginn der Coronakrise wird in der Politik eine Prämie für das Pflegepersonal thematisiert. Über die praktische Ausführung dieses Vorschlags ist allerdings kaum etwas bekannt. Alle sind sich einig: Pflegekräfte sollen einen Pflegebonus in Höhe von 1.500 Euro bekommen. Aber von wo soll das Geld in dieser prekären wirtschaftlichen Lage kommen?

Die Social-Media-Kanäle sind voll von Bürgern und Politiker, die weltweit für das Pflegepersonal klatschen und sich bedanken. Von diesen kommt eine klare Antwort zurück: “Wir brauchen kein Lob, wir brauchen bessere Bezahlung und Konditionen” (Facebook). Eine faire Entlohnung ist natürlich nicht erst seit der Krise ein relevantes Thema – jetzt findet es allerdings ein größeres Gehör in der Bevölkerung. Die Zahlungsfrage möchte dennoch keiner konkret beantworten. Ein Vorschlag der zuständigen Minister aus dem Bundesministerium kam zuletzt dann doch: Der Bonus für die Pflege soll zu zwei Drittel von den Pflegekassen beglichen werden. Das restliche Drittel würden dann die jeweiligen Länder und die Arbeitgeber zahlen.

Regelmäßiger Bonus auch nach der Krise?

Bei uns garantiert!

Dieses Vorgehen ist auf mehreren Ebenen mangelhaft. Zunächst gelte der Vorschlag nur für Pflegefachkräfte in der Altenpflege. Dass alle Kräfte der in der Pflege und in den systemrelevanten Berufen diesen Bonus von 1.500 Euro verdienen und bekommen sollten, steht außer Frage. Des Weiteren ist die Verpflichtung von einzelnen Bundesländern und Arbeitgebern fragwürdig. Mit dieser Vorgehensweise werden z. B. Einrichtungen und Kliniken zusätzlich belastet. Das Problem der unfairen Entlohnung ist mit einem einmaligen Pflegebonus ebenfalls nicht aufgehoben. Die prekären Bedingungen, in welchen die momentanen Helden des Alltags tagtäglich arbeiten, benötigen grundsätzliche Umschwünge und bessere Verhandlungsergebnisse.

Bayern als Vorreiter

Seit Anfang der Woche bietet der Freistaat Bayern als erstes Bundesland einen Pflegebonus in Höhe von 500 Euro für sämtliche Pflegekräfte in diversen Anstellungen an. Mit Hilfe von Nachweisen bzgl. der Beschäftigung und der überwiegenden Tätigkeit in Bayern kann der Bonus beantragt werden. Auch für Schüler und Auszubildenden kann dieser Bonus, in einem geringeren Umfang, ausgezahlt werden.

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