Pflege nach Corona

Pflege nach Corona

Logo der Kampagne #pflegenachcorona

Pflegeberufe sind systemrelevant. Das weiß jetzt spätestens jeder während der Covid-19 Pandemie. Die WHO widmet das Jahr 2020 aus gegebenem Anlass den Pflegekräften (und Hebammen), die an vorderster Front auf der ganzen Welt gegen das Coronavirus kämpfen. Zu Beginn des Ausbruches wurden die Mitarbeiter der Pflegeberufe gelobt und Verbesserungen der Konditionen und Wertschätzung der medizinischen Berufe wurden angekündigt. Auch wenn es in einigen Bundesländern zu einmaligen Bonuszahlungen kam und die Bevölkerung für einen kurzen Zeitraum jeden Abend klatschend auf ihren Balkons stand – Richtlinien und Gesetzesentwürfe sucht man vergebens. Mehrere Initiativen machen sich stark für konkrete Forderungen und Vorschläge für die Pflege nach Corona, nennenswert ist hier die gleichnamige Kampagne www.pflegenachcorona.de.

Das muss sich ändern!

Den vielen Worten müssen nun Taten folgen. Gute Konditionen und ausreichend Personal dürfen keine unerfüllte Wünsche bleiben. Die Pflege nach Corona bedarf endlich grundsätzliche Änderungen. Eine angemessene Bezahlung ist ein erster Schritt in die richtige Richtung. Die Krise von 2020 zeigt sehr deutlich, welche Verantwortung das medizinische Personal in einer Gesellschaft hat. In sozialen Netzwerken war die Empörung über den vergleichsweise niedrigen Lohn von festangestellten Pflegekräften in Einrichtungen und Kliniken bzw. Krankenhäusern groß. Vorschläge zu bestimmten Maßnahmen konnte man unter diversen “Hashtags” finde. Mittlerweile verstummt die Stimme der Bevölkerung wieder und somit auch die Politik.

Die Anzahl an Personal und der Quotient von Personal und Patienten muss sich ebenfalls erheblich verbessern. Eine Pflegekraft pro 13 Patienten ist laut der Hans Böckler Stiftung weltweit (Industrieländer) die schlechteste Kennziffer. Somit kann es keinen wundern, dass Pflegekräfte weit vor Renteneintrittsalter keine Kraft mehr zum Arbeiten haben und der Nachwuchs sich andere Ausbildungsberufe aussucht. Die Pflege nach Corona muss definitiv ausgebaut werden und für neue Generationen attraktiver gestaltet werden, damit das Gesundheitssystem in Deutschland nicht bei einer außerordentlichen Belastung kurz vor dem Zerbrechen ist.

Für Pflegeberufe und besonders auch für die Zukunft dieser kann man nur noch hoffen, dass die Forderungen und Wünsche der Pflegekräfte erhört werden. Ein Verbot von Arbeitnehmerüberlassung und Zeitarbeit kann nicht das richtige Mittel sein. Mit gezielten Subventionen und Unterstützungen können sich Einrichtungen und Kliniken auch angemessen bezahltes Personal leisten. Die Politik muss den Geldfluss für die Pflege nach Corona nur anders ausrichten, besonders nach Covid-19.

Sie wollen gute Konditionen als Pflegefachkraft?

Dann bewerben Sie sich einfach unverbindlich bei uns und wir schicken Ihnen ein Angebot zu!

Menü
Diese Website benutzt Google Analytics und weitere Cookies. Hier klicken, um sich auszutragen.
 
Hier klicken um dich auszutragen.